
![]()
Die Krankengymnastik richtet sich nach dem jeweils sorgfältig erhobenen Befund (v.a. Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Gewebespannung) und beinhaltet sanfte Muskelentspannungstechniken (myofasziale Release-Techniken), Gewebemassage und Dehntechniken. Diese Techniken zielen auf eine schmerzfreie, symmetrische Funktion des muskuloskelettalen Systems und damit letztlich auf eine aufrechte Haltung. Ergänzt werden diese sanften Weichteiltechniken mit therapeutischen Übungen zur Verbesserung der Koordination, Motorik und Kraft (z.B. mit dem Theraband, auf dem Therapie-Kreisel oder auf dem Posturomed).
![]()
Die Massage wird vor allem bei Erkrankungen des Bewegungsapparates (Sportverletzungen) angewandt und dient der Vorbeugung und Behandlung von Verspannungen der Muskulatur (Zerrung, Faserriss). Auch bei Erkrankungen der inneren Organe, Verdauungsproblemen und Menstruationsbeschwerden, neurologischen und psychischen bzw. psychosomatischen Störungen zeigt die Massage gute Erfolge und stellt eine Zusatztherapie dar.
![]()
CranioSacrale Therapie ist die manuelle Untersuchung und Behandlung des CranioSacralen Systems und der damit zusammenhängenden Strukturen. Dies ist die Umgebung, in der sich das Zentrale Nervensystem (= Gehirn und Rückenmark) befindet und funktioniert. Es besteht aus den Häuten und der Flüssigkeit, die das Gehirn und Rückenmark umgeben und schützen, und erstreckt sich von den Knochen des Schädels - dem cranialen Anteil - bis zu den Knochen des Beckens - dem sacralen Anteil. Deshalb eignen sich diese Knochen als ideale Ansatzpunkte für die Behandlungstechniken.
Das CranioSacrale System weist eine eigene rhythmische Aktivität auf. Dieser sog. CranioSacraler Rhythmus entsteht durch Druckschwankungen innerhalb des Systems, welche durch Produktion und Abfluss des Nervenwassers entstehen. Dieser Rhythmus ist als eigener Puls 6 bis 12mal pro Minute an jeder Stelle des Körpers zu fühlen. Er ist unabhängig vom Herzschlag und der Atemfrequenz.
Weil dieses System die Entwicklung und Funktionsfähigkeit des Gehirns und Rückenmarks beeinflusst, kann eine Veränderung in seinem Rhythmus auf Störungen winweisen, die zu sensorischen, motorischen oder neurologischen Symptomen führen. Symptome, wie Migräne, chronische Nacken- und Rückenschmerzen, Koordinationsprobleme, Konzentrationsschwäche und Lernschwierigkeiten, Seh- und Hörstörungen sowie Stress, Depression, Erschöpfung und vegetative Störungen, Dysfunktionen des Nerven- und Hormonsystems sind Indikationen für die Behandlung des CranioSacralen Systems.
Bei der CranioSacralen Therapie werden sanfte manuelle Techniken mit geringem Druck (ca. 5g), z.B. am Kopf oder im Bereich des Beckens, genutzt um Gewebespannungen (Narben, Blockaden, Verklebungen etc.) aufzufinden und zu lösen. Ziel ist es, dadurch eine Verbesserung des CranioSacralen Rhythmus in Bezug auf Symmetrie (rechte - linke Körperhälfte), Frequenz und Ausdehnung der Pulsationsbewegung zu erreichen.
Bei der Upledger CranioSacralen Therapie® handelt es sich um eine komplementäre, ganzheitliche Behandlungsmethode, die den psychosozialen Aspekt einer Erkrankung vollwertig miteinbezieht. Dies geschieht durch die Behandlung von sog. "Energiezysten", SomatoEmotionalen-Release und durch die Arbeit mit "Therapeutischen Bildern".
Behandlungsdauer: ca. 60 Minuten
![]()
Arzneimittel, die in der Lage sind, beim Gesunden bestimmte Symptome auszulösen, werden genutzt, um genau diese Symptome beim Kranken zu lindern bzw. zu heilen. Das ist das Prinzip der Homöopathie: Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt.
Durch das homöopathische Arzneimittel bekommt der Organismus des Patienten einen Impuls, seine Lebenskraft zu stärken und sich damit aus eigener Kraft zu heilen. Voraussetzung für die Verordnung eines homöopathischen Arzneimittels ist eine intensive Befragung (homöopathische Anamnese) des Patienten bezüglich all seiner akuten und chronischen Krankheiten im bisherigen Leben. Auslöser derselben, familiäre Belastungen, das soziale Umfeld sowie Emotionen und Gemütszustände (Ängste, Träume usw.) sind dabei von besonderer Bedeutung. Erst danach ist es möglich, die Symptome mit bisher bekannten und geprüften Arzneimitteln zu vergleichen und einzuordnen und die möglichst passende Arznei zu verschreiben.
Die Ausgangssubstanzen für homöopathische Arzneimittel sind mineralischer, pflanzlicher oder tierischer Art. Mehr als zwei Drittel der Ausgangsstoffe sind pflanzlicher Herkunft. Der Ausgangsstoff kann aus der Wurzel, den Blättern oder Blüten einer Pflanze oder der ganzen Pflanze gewonnen werden. Ebenso verhält es sich mit Arzneien tierischen Ursprungs. Das Arzneimittel Apis wird z.B. aus dem Gift der Honigbiene gewonnen. Bei Arzneien aus dem Mineralreich wird ebenso verfahren. Es werden Substanzen benutzt, die einzeln in der Natur vorkommen oder bereits in der Natur eine Verbindung eingegangen sind.
Die Herstellung der Homöopathischen Arzneimittel sind in den Herstellungsvorschriften im Homöopathischen Arzneimittelbuch festgeschrieben. Während der Herstellung finden Verdünnungs- und Verschüttelungsprozesse statt. Dies führt dazu, dass aus den Ausgangssubstanzen eine bestimmte Energie, eine Information wird, die jedem Wirkstoff inne wirkt.
Durch eine Homöopathische Arzneimittelprüfung werden am gesunden Menschen Symptome ermittelt, welche die Einnahme eines solchen Wirkstoffs hervorrufen kann. Dabei werden alle sich einstellenden Veränderungen des zu Prüfenden genau notiert. Diese Symptome werden gesammelt und sind in der Materia Medica aufgelistet. Das Wissen um die Wirkkraft eines Arzneimittels ist die Voraussetzung für die anschließende Behandlung.
![]()
Die Akupunktmassage (APM) wurde in Deutschland vom Masseur Willy Penzel entwickelt und hat ihre Wurzeln in der Energielehre der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die TCM geht davon aus, dass im Körper ein Energiekreislaufsystem existiert, welches dem Herz-Kreislaufsystem, dem Lymphsystem und allen anderen Systemen übergeordnet ist.
Jeder Organismus hat eine bestimmte Lebensenergie, die durch die Energieleitbahnen, die sog. Meridiane, zirkuliert. Wenn die Energie im Körper überall gleichmäßig fließt, ist der Organismus gesund und leistungsfähig. Ist der Energiefluss wiederum nicht harmonisch, so kann es zu Störungen in allen anderen Systemen kommen. Krankheiten sind also als Funktionsstörungen auf der Basis einer ungleichmäßigen Verteilung der Energie zu verstehen.
Bei der APM werden die Meridiane, die einen Energiemangel aufweisen, mit einem Stäbchen massiert. Da es hierbei nicht wie bei der normalen Akupunktur durch die Haut gestochen wird, sondern das Meridiansystem auf der Körperoberfläche stimuliert wird, handelt es sich um eine schmerzfreie Art der Akupunkturbehandlung. Der Energiefluss wird angeregt und krankheitsauslösende Energieblockaden werden beseitigt.
Gute Erfolge zeigt die APM bei Kopfschmerzen und Migräne, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Funktionsstörungen der inneren Organe sowie bei Narbenbehandlung.
Behandlungsdauer: ca. 30-45 Minuten
![]()
Ohrakupunktur ist die Akupunktur am Ohr. Dabei werden Reflexpunkte am Ohr mittels feiner Nadeln stimuliert. Ausgangspunkt der Ohrakupunktur ist, dass die Ohrregionen mit Körperorganen in Verbindung stehen und dass die Ohrmuschel den ganzen Körper abbildet.
Da das Ohr in unmittelbarer Nähe zu den Schmerzzentren im Gehirn steht, entstehen kurze Reflexwege, die eine sofortige Wirkung der Ohrakupunktur ermöglichen. Dank dieser direkten Verbindung zu den Strukturen des Zentralnervensystems eignet sich die Ohrakupunktur nicht nur bei Schmerzen, sondern auch bei Allergien, Schlafproblemen und Suchterkrankungen (Alkohol- und Nikotinabhängigkeit). Auch chronische Krankheiten können mit einer Dauernadel, die bis zu zwei Wochen im Ohr bleibt, behandelt werden.
Die Ohrakupunktur ist nebenwirkungsfrei, aber bei Erkrankungen der Ohrmuschel und Infektionen nicht geeignet. Während der Menstruation oder Schwangerschaft und nach schweren körperlichen und seelischen Anstrengungen dürfen bestimmte Punkte nicht gereizt werden.
![]()
Wie an anderen Organen (z.B. am Ohr), weisen unsere Körperregionen Reflexzonen am Fuß auf, so dass auch der Fuß eine Abbildung des ganzen Körpers ist.
Verschiedene Indikationen können also durch Fußreflexzonentherapie (RZF) behandelt werden. Um den Behandlungsschwerpunkt festzulegen, wird als Erstes ein Sichtbefund erstellt. Statische Fehlformen im Längs- und Quergewölbe, Tonusveränderungen im Fußgewebe und Hautprobleme liefern Hinweise für den Gesundheitszustand des Patienten. Der Sichtbefund wird durch den Tastbefund ergänzt: Mit speziellen Griffen mit Daumen und Zeigefinger werden lokaler Schmerz, vegetative Fehlreaktionen und die Palpation an den betroffenen Stellen am Fuß festgestellt.
Mit der RZF werden nicht nur die Symptomzonen (das sind die Zonen, an denen sich die Symptomatik beim Patienten lokalisiert), sondern auch die sog. Hintergrundzonen, also die Zonen, die auf die Entstehung der Symptome zurückführen, behandelt.
Muskeln sind nicht nur für die Bewegung notwendig, sondern regulieren auch den Blut- und Lymphkreislauf und bestimmen die Körpertemperatur. Muskelverletzungen gehen also mit diversen Beschwerden einher.
Medical Taping ist eine Methode, die die Muskeln in all ihren Funktionen unterstützt, ohne dass die Bewegung dabei eingeschränkt wird: Es werden elastische Arten von Tape angewandt, die eine liftende Wirkung auf die Oberhaut haben. Dadurch wird der Blutkreislauf verbessert und der Lympheabfluss gefördert, so dass eine sofortige Schmerzlinderung spürbar ist.
© Gesundheitspraxis Steffen Sander 2007-2009